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Projekt „Stimme erheben“ erfolgreich abgeschlossen
Mit dem Projekt „Stimme erheben – Workshop-Reihe gegen Rassismus“ setzte die Eleganz Bildungsplattform e. V. zwischen Mai 2025 und April 2026 ein starkes Zeichen gegen Rassismus und für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Stadt und Landkreis Osnabrück.
Gefördert wurde das Projekt durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen des Förderprogramms „Teilhabe und Zusammenhalt (TUZ)“.
Hintergrund und Ziel des Projektes
Rassismus ist auch in Osnabrück gesellschaftliche Realität. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Aufklärung, Sensibilisierung, Austausch und Empowerment. Mit der Workshop-Reihe wollte die Eleganz Bildungsplattform e. V. Räume schaffen, in denen Erfahrungen sichtbar gemacht, Wissen vermittelt und Menschen miteinander vernetzt werden können.
Ziel des Projektes war es, Bewusstsein für Rassismus zu schaffen, Betroffene zu stärken, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und rassismuskritische Bildungsarbeit nachhaltig zu fördern.
12 Workshops – zwei Zielgruppen
Zwischen August 2025 und April 2026 fanden insgesamt 12 Workshops mit über 90 Teilnehmenden und rund 130 Workshop-Teilnahmen statt. Die Workshops richteten sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen.
Zielgruppe 1: Zugewanderte Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen. Hier standen Safe Spaces, Empowerment, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Stärkung im Mittelpunkt
Zielgruppe 2: Haupt- und Ehrenamtliche aus Vereinen, Institutionen und Beratungsstellen. Fachkräfte erhielten Wissen, Reflexionsräume und methodische Impulse für eine rassismuskritische Praxis im Berufsalltag.
Die Workshops wurden interaktiv gestaltet und umfassten Diskussionen, Gruppenarbeiten, Fallbesprechungen und Reflexionsübungen.
Inhaltlich beschäftigte sich die Reihe unter anderem mit Rassismus im Alltag, in der Arbeitswelt und in den Medien (in Kooperation mit Our Voices 2.0) sowie mit rassismuskritischer Kinderliteratur, Argumentationsstrategien und Empowerment gegen Rassismus.
Themen, die weitergedacht werden müssen
Im Verlauf der Workshops wurden immer wieder weitere Themen angesprochen, die zeigen, wie präsent Rassismus in vielen Lebensbereichen ist. Besonders häufig wurden Erfahrungen aus Schulen, Behörden, Arztpraxen und dem Arbeitsalltag geteilt. Auch Themen wie institutionelle Diskriminierung, Wohnungssuche, Mikroaggressionen im Alltag sowie familiäre Erfahrungen mit Rassismus spielten eine wichtige Rolle.
Besonders emotional wurde über Kinder und Schule gesprochen – vor allem über die Frage, wie Kinder besser vor Rassismus geschützt werden können.
Erkenntnisse aus den Workshops
Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass viele Menschen ihre eigenen Erfahrungen zunächst nicht als Rassismus benennen konnten. Aussagen wie „Ich habe nie Rassismus erlebt“ wurden im Verlauf der Workshops häufig neu reflektiert.
Auch die Aussage „Ich bin nicht rassistisch“ führte zu intensiven Gesprächen darüber, dass rassistische Denkweisen und Aussagen oft unbewusst reproduziert werden können.
Viele Teilnehmende beschrieben außerdem, dass nicht nur diskriminierende Situationen selbst belastend sind, sondern vor allem das Gefühl, mit den eigenen Erfahrungen nicht ernst genommen zu werden.
Die Workshops machten deutlich, wie wichtig sichere Räume für Austausch, Zuhören und gegenseitige Bestärkung sind. Alle Teilnehmenden waren sich einig: Es braucht deutlich mehr Räume für Sensibilisierung, Austausch und Aufklärung zu Rassismus in unserer Gesellschaft.
Empowermentkarten als nachhaltiges Projektergebnis
Ein zentrales Ergebnis der Workshop-Reihe sind die entstandenen Empowermentkarten. Sie greifen unterschiedliche Alltagssituationen auf und enthalten Fallbeispiele, Reflexionsfragen sowie Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Rassismus. Ergänzt werden sie durch Empowerment-Impulse, Selbstfürsorge-Tipps, Literatur- und Linkempfehlungen sowie ein Glossar für rassismussensible Sprache.
Die Empowermentkarten können in Workshops, Beratungen, pädagogischer Arbeit, Erwachsenenbildung und rassismuskritischer Bildungsarbeit eingesetzt werden und sollen das Projekt nachhaltig weitertragen.
Hier sind sie zum kostenlosen Downloaden verfügbar. Klicke hier:
Abschlussveranstaltung des Projektes
Am 27.04.2026 fand außerdem die Abschlussveranstaltung des Projektes „Stimme erheben: Workshop-Reihe gegen Rassismus“ statt, bei der die zentralen Erkenntnisse der Workshop-Reihe sowie die entstandenen Empowermentkarten vorgestellt wurden.
Die Veranstaltung wurde medial von „Our Voices 2.0“ begleitet und dokumentiert. Hier geht es zum Beitrag der Abschlussveranstaltung:
Danke für 12 starke Workshops
Von Herzen danken wir allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihren Mut und ihre Bereitschaft, Erfahrungen zu teilen.
Ein besonderer Dank gilt unseren Referentinnen:
• Chantal Winandy
• Heba Najdi
• Julie Tiemann-Nataga
• Rawiya Barudi
• Rebecca Wienhold
Gemeinsam konnten Räume für Austausch, Reflexion und Empowerment geschaffen werden.
Projektteam:
Eleganz Bildungsplattform e. V.