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Von der Idee zum Antrag – Die Projektschmiede 2026 in Bremen!

„Wenn wir als Trainer*innen das erste Mal mit interessierten Vereinen in Kontakt treten, hören wir Begeisterung, Engagement und einen großen Willen unsere Gesellschaft mitzugestalten. Die Engagierten erzählen von ihren Aktivitäten, wie wichtig ihre Arbeit vor Ort ist und welche Veränderungen sie anstoßen. Stundenlang könnten wir zuhören. Was wir auch sehen ist, dass aus dem Bedarf heraus gehandelt wird, praxisnah für die Menschen vor Ort. Und genau hier setzt die Projektschmiede an. Sie soll Struktur in die Ideenvielfalt bringen, damit aus den Ideen ein wirkungsvoller Projektantrag entstehen kann.“ Johanna & Till

So begleiteten auch in diesem Jahr Johanna und Till als  Trainer*innen der Eleganz Bildungsplattform e.V. erneut die Projektschmiede. Vom 23. bis 26. April führte der Weg von Osnabrück nach Bremen, wo 11 engagierte Vereine aus ganz Norddeutschland zusammenkamen, um ihre Projektideen weiterzuentwickeln und sich auf eine Antragstellung im Bundesprogramm Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden. vorzubereiten. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die formalen Anforderungen einer Förderung. Ebenso wichtig waren Themen wie kreative Ideenentwicklung, wirkungsorientiertes Arbeiten, Projektplanung und die Kalkulation von Maßnahmen. Durch abwechslungsreiche Methoden, praxisnahe Übungen und intensive Austauschphasen entstand ein lebendiges Lernumfeld, das die vier Tage kurzweilig und produktiv machte.

Auftakt im Kulturzentrum – Lagerhaus Bremen

Nach einem digitalen Kick-off trafen sich alle Teilnehmenden erstmals persönlich am 23.04.2026 im Kulturzentrum Lagerhaus beim House of Resources Bremen. Ein spielerischer Einstieg sorgte schnell für eine offene Atmosphäre und erste gemeinsame Momente des Lachens. Anschließend präsentierten die Vereine ihre Projektideen in kurzen Pitches. Dabei zeigte sich schon zu Beginn die große Bandbreite an Vorhaben: von lokalen Begegnungsprojekten bis hin zu innovativen Ansätzen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dieser erste Abend legte eine starke Basis für die gemeinsame Arbeit der kommenden Tage. Besonders wichtig für die Zusammenarbeit war den Teilnehmenden die gegenseitige kollegiale Unterstützung.

Tag 2: Kreative Impulse und KI in der Antragstellung

Am Freitag ging es in den Seminarräumen der Jugendherberge Bremen, die einen direkten Blick auf die Weser boten, weiter. Der Tag startete mit der Frage nach den Zielgruppen und ihren Bedürfnissen. Jeder Verein erarbeitet für sich, welche Menschen mit dem geplanten Projekt erreicht werden sollen und wie die Angebote passgenau auf deren Bedarfe hin gestaltet werden können. Viele Teilnehmende nahmen aus diesem Modul neue Perspektiven für ihre Projektplanung und eine bunte Collage für ihr Vorhaben mit.

Besonders großes Interesse weckte anschließend ein neues Modul der Projektschmiede zum Thema Künstliche Intelligenz in der Antragstellung. Gemeinsam wurden Chancen, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, aber auch Grenzen von KI reflektiert.

Abgerundet wurde der Tag mit einem Überblick zu den Grundlagen des BGZ-Programms und den zentralen Anforderungen an eine erfolgreiche Antragstellung. Konzentriert nahmen die Engagierten die Informationen auf und dachten ihre Vorhaben direkt weiter.

Tag 3: Wirkung planen und Finanzen im Fokus

Der Samstag begann mit einem Kernaspekt erfolgreicher Projektarbeit: Wirkungsorientierung. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit der Wirkungstreppe nach PHINEO sowie mit Indikatoren und geeigneten Instrumenten zur Erfolgskontrolle. Immer im Fokus stand die Frage, wie Projekte einen nachhaltigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können.

Am Nachmittag folgte das Thema Finanzplanung im Rahmen des Bundesprogramms. Förderfähige Ausgaben, Kategorien und realistische Kalkulationen wurden intensiv besprochen. Die vielen Fragen und Diskussionen zeigten, wie relevant dieses Thema für die Praxis der Vereine ist.

Tag 4: Vom Plan zum Antrag

Am vierten und letzten Präsenztag stand Zeit- und Projektmanagement auf dem Programm. Nun wurde es konkret: Wie lässt sich ein dreijähriges Projekt sinnvoll strukturieren? Welche Maßnahmen passen in welche Phase? Welche Meilensteine sind wichtig? Im Anschluss begann die praktische Schreibphase. Die Teilnehmenden nutzten das Gelernte direkt, um erste Projektskizzen und Antragsentwürfe zu formulieren. Damit entstand für viele Vereine ein erster wertvoller Ausgangspunkt für die nächsten Schritte.

Unterstützung über die Präsenzmodule hinaus

Die gemeinsame Zeit endete nicht mit den Präsenzmodulen in Bremen. Bis zur Einreichung der Anträge Ende Juni stehen die Trainer*innen zur Unterstützung allen Organisationen, die an der Projektschmiede teilgenommen haben, zur Verfügung. Zudem folgt noch ein digitaler Workshop zu relevanten Themen der Förderung, wie Zuwendungsrecht und Abrechnung von Projekten. Darüber hinaus gibt es regelmäßige digitale Schreibwerkstätten, in denen sich Teilnehmende aus ganz Deutschland austauschen und gemeinsam an ihren Anträgen arbeiten können.

Ein motivierendes Fazit

Die Rückmeldungen nach den Präsenztagen waren positiv. „Alles war wirklich super! Wir hätten nur mehr Kaffee gebraucht!“ so war die einhellige Meinung. Viele Teilnehmende beschrieben sich als motiviert, gestärkt und gut vorbereitet, ihre Ideen nun eigenständig weiterzuentwickeln. Besonders hervorgehoben wurden die offene Atmosphäre, das gemeinsame Lernen sowie die Inspiration durch die Vielfalt der vorgestellten Projekte.

Ein besonderer Dank gilt neben allen engagierten Vereinen auch dem House of Resources Bremen, das nicht nur seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, sondern bereits im Vorfeld wertvolle Unterstützung bei der Ansprache migrantischer Selbstorganisationen geleistet hat.